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Als «Gädi» bezeichnet man im Dialekt die Stallscheune, das wichtigste Ökonomiegebäude der Bergbauern. Im Stall befinden sich links und rechts vom Mittelgang je ein durch einen Mistgraben abgetrenntes «Bett», der Lagerplatz der Kühe. An den beiden Seitenwänden ist eine hölzerne Krippe («Baarma») montiert, wo die Kühe an Ketten («Halschetti») angebunden werden. In den Ställen beim Wohnhaus befand sich früher in einer Ecke zusätzlich ein Bretterverschlag («Schwiichrommo») für die Mastschweine.

Über eine Holztreppe erreicht man die Scheune («Schiirli»). Eine grosse Öffnung («Lisch») über der Scheunentüre oder auf der Rückseite des Gebäudes dient zum Einbringen des Heus. Über eine Leiter wurden die bis zu 70 kg schweren Heubündel («Burdi») in die Scheune getragen.

Diese Stallscheune besitzt auf der Westseite einen zweigeschossigen schmalen Anbau. Er besteht aus dem neben dem Stall gelegenen «Chrissloch», wo man die Streue aus Baumnadeln («Chriss») lagerte, und dem darüber liegenden «Züeschiirli», wo verschiedene Gerätschaften untergebracht wurden.

Die Bezeichnung «Rossgädi» erhielt dieser Stall, weil darin vor der Vollendung der Strasse bis Niedergrächen im Jahr 1951, die Maultiere vom Fuhrhalter und Bauunternehmer Ernest Williner untergebracht waren. Sie transportierten die Güter von der Bahnstation Kalpetran nach Grächen.



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